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Regulus-Bedeckung durch den Mond
am 7. Oktober 2007

Am frühen Vormittag des 7. Oktober 2007 ist in weiten Teilen Deutschlands eine Bedeckung des Regulus durch den Mond zu beobachten. Sie kann in ganz Süddeutschland sowie im Westen Deutschlands beobachtet werden und findet bereits nach Sonnenaufgang statt. In Westeuropa ist das Ereignis noch vor Sonnenaufgang beobachtbar.

Beobachtung

Da die Bedeckung nach Sonnenaufgang beginnt, benötigt man für die Beobachtung ein Teleskop, mindestens jedoch ein sehr gutes, lichtstarkes Fernglas. Regulus ist hell genug, um ihn mit einem solchen Gerät auch bei Tageslicht auszumachen.

Es empfiehlt sich, mindestens eine halbe Stunde vor der vorausberechneten Zeit mit der Beobachtung zu beginnen. Es ist ein interessantes Schauspiel, wenn sich der Mond dem Regulus Stück für Stück nähert. Unmittelbar vor der Bedeckung kann man direkt sehen, wie der Abstand Mond-Regulus kleiner wird.

Die folgenden Grafiken zeigen den Verlauf der Bedeckung für Frankfurt am Main. Je nach Standort variieren die Bedeckungslinie von einer streifenden Bedeckung am nördlichsten Mondrand bis zu einer weiter südlich verlaufenden Linie (bezogen auf das Koordinatensystem des Mondes).

Regulus-Bedeckung

Grafiken erstellt mit Calsky (www.calsky.de), manuell zusammengefügt.

Die folgende Tabelle gibt die Zeiten für einige größere Städte im Sichtbakeitsgebiet an.

Stadt Eintritt Austritt
Dresden 7h42m 7h55m
Leipzig 7h40m 7h54m
Göttingen 7h35m 7h54m
Erfurt 7h34m 7h57m
Köln 7h26m 7h57m
Frankfurt am Main 7h25m 8h1m
Stuttgart 7h22m 8h6m
München 7h23m 8h9m

Alle Daten wurden mit CalSky (www.calsky.de) errechnet.

Fotografie

Die Fotografie der Bedeckung ist prolematisch, da sie bei Tageslicht stattfindet und der Kontrast zum hellen Himmelshintergrund sehr gering ist. Es sollte eine möglichst geringe ISO-Empfindlichkeit gewählt werden, da diese einen besseren Kontrast aufweisen.

Die benötigten Belichtungszeiten lassen sich nur schwer schäten, da sie von der Klarheit der Atmosphäre und der Luftunruhe, dem Seeing, abhängt. Mehr als 1/1000 Sekunde sollte nicht belichtet werden, da der Himmel schnell überbelichtet ist und Regulus dann überstrahlt wird.

Man sollte unbedingt bereits etwa eine halbe Stunde vor der Bedeckung Testaufnahmen machen und das Bild im Display im Bereich, in dem sich der Stern befindet, so stark wie möglich einzoomen, um die Qualität zu testen. Eine halbe Stunde vor der Bedeckung befindet sich Regulus etwa einen halben Monddurchmesser östlich (links) von der abnehmenden Mondsichel.

Der Einsatz einer Videokamera ist sinnvoll, da man hier die Belichtungszeit kontinuierlich verändern und das Resultat der Änderung augenblicklich sehen kann.

Im Gegensatz zu Planetenbedeckungen verschwindet Regulus augenblicklich hinter dem Mond, und er taucht ebenso plötzlich hinter der unbeleuchteten Seite des Mondes wieder auf. Eindrucksvoll sind Aufnahmeserien kurz vor und nach der Bedeckung, wobei der Abstand zwischen den Aufnahmen einige Minuten betragen sollte.

Aufgrund einer fehlenden Kontrollmöglichkeit wird vom Einsatz analoger Kameras abgeraten.

Streifende Sternbedeckung

In einem nur wenige Kilometer breiten Korridor findet eine streifende Sternbedeckung statt. Das heisst, der Stern wandert direkt am Mondrand entlang.

Da der Mondrand durch die Berge und Täler der Mondoberfläche nicht gleichförmig ist, sondern eher das Profil eines Sägeblattes hat, sieht man Regulus hier in den Tälern aufblitzen und dann wieder verschwinden. Dieser Effekt wiederholt sich einige Male. Hier empfehlen sich Videoaufnahmen, da die einzelnen Bedeckungsereignisse sehr kurzzeitig hintereinander ablaufen.

Auf der folgenden Website findet sich eine gute Region zur Beobachtung der streifenden Bedeckung: http://www.wrothe-astr.homepage.t-online.de/. Die nördliche und südliche Grenze sowie die Zentralline des Korridors, in dem die streifende Bedeckung stattfindet, sind eingezeichnet. Für weiterführende Informationen zum Thema sei auf die englischsprachige Website der IOTA ES verwiesen.