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Himmelsvorschau: Die Plejadenbedeckung
am 20. September 2008

Am frühen Morgen des 20. September bedeckt der Mond den offenen Sternhaufen Plejaden. Diese Bedeckung findet im Gegensatz zur letzten am 24. August sehr hoch am Himmel statt und wird somit günstiger zu beobachten sein.

Verlauf der Bedeckung

Gegen 3:30 Uhr MESZ beginnt der Mond seine Wanderung durch das Siebengestirn. Etwa um 5 Uhr, also kurz vor Dämmerungsbeginn, ist der Mond am tiefsten in die Plejaden eingedrungen und bedeckt einige hellere Sterne in Westen der Plejaden.

Die Grafik zeigt den die Bedeckung um 4h00m und 6h00m für Frankfurt am Main. Das Gesichtsfeld beträgt zwei Grad und die Grenzgröße 7,5 Magnituden. Je nach Standort in Deutschland kann die genaue Bahn des Mondes durch die Plejaden geringfügig anders verlaufen.

Grafik der Plejadenbedeckung

Grafik ertsellt mit CalSky (www.calsky.de).

Beobachtung

Aufgrund der Helligkeit des Mondes hat man keine Chance, die Bedeckung mit dem bloßen Auge zu erkennen. Für eine erfolgreiche Beobachtung wird mindestens ein lichtstarkes Fernglas benötigt. An der unbeleuchteten Seite des Mondes sind die Sterne deutlicher zu erkennen.

Wesentlich bessere Beobachtungen ermöglicht ein Teleskop mit schwacher bis mittlerer Vergrößerung. Je größer die Öffnung des Teleskops ist, umso deutlicher werden die Plejadensterne sichtbar. Man kann auch Sternbedeckungen teleskopisch verfolgen: Am unbeleuchteten Mondrand sind die Austritte der Sterne hinter der Mondscheibe beobachtbar.

Man sollte den beleuchteten Teil des Mondes weitestgehend ausserhalb des Gesichtsfeldes positionieren, um die Sterne an der Nachtseite des Mondes deutlicher erkennen zu können.

Fotografie

In Anbetracht der Helligkeit des Mondes wird es schwierig, ein homogenes Bild ohne Überstrahlungen zu erhalten: Der Mond ist so hell, dass er stark überbelichtet werden muss, wenn man die Plejadensterne deutlich abbilden möchte. Es muss also eine Kompromissbelichtung gefunden werden, die zwar einerseits die Plejadensterne deutlich hervortreten lässt, andererseits aber auch die unvermeidliche Überstrahlung des Mondes nicht zu stark werden lässt. Belichtet man zu lange, werden die Plejaden vom Mond komplett überstrahlt.

Bewährt hat sich eine Belichtungszeit von einer Sekunde mit einer Empfindlichkeit von ISO 400 bei einer Lichtstärke von 1:5,6. Man sollte jedoch eine Belichtungsreihe anfertigen, da sich auch kleinste Dunstschichten nachhaltig auf die Belichtungszeit auswirken können.

Fotografische Aufnahmen sollten möglichst kurz vor die Morgendämmerung gelegt werden: Hier steht der Mond am höchsten am Himmel, und der beleuchtete Teil des Mondes zeigt von den Plejadensternen weg.

Mit langbrennweitigen Teleskopen kann man versuchen, eindrucksvolle Aufnahmen zu gewinnen: Der beleuchtete Teil des Mondes wird weitestgehend ausserhalb des Gesichtsfeldes positioniert, und kurz nach einer Sternbedeckung wird ein paar Sekunden belichtet. Dann wird der Erdschein zusammen mit den Plejadensternen abgebildet.

Das folgende Bild gibt bei ähnlicher Mondphase einen kleinen Ansporn: Plejadenbedeckung vom 12.9.2006