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Die Plejadenbedeckung durch den Mond
am 12. März 2008

Am 12. März findet die erste von vier Plejadenbedeckungen durch den Mond im Jahre 2008 statt. Diese Bedeckung findet gegen 20 Uhr abends und somit zu einer günstigen Tageszeit statt.

Verlauf der Bedeckung

Die Grafik zeigt den Verlauf der Plejadenbedeckung:

Grafik der Bedeckung

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Die Grafik zeigt die Position des Mondes von rechts unten nach links oben um 19:00, 20:00 und 21:00 Uhr. Die Grenzgrösse beträgt 9 mag.

Die Grafik entspricht dem Anblick aus Frankfurt am Main. Je nach Standort im deutschsprachigen Raum kann die genaue Bahn des Mondes entlang der Plejaden geringfügig anders ausfallen.

Visuelle Beobachtung

Mit einem Fernglas lässt sich die Bedeckung sehr gut visuell verfolgen. Die Plejadensterne werden im Fernglas nicht so stark wie bei den letzten Bedeckungen überstrahlt, da die Mondphase noch nicht sehr weit fortgeschritten ist. Ausserdem streift der Mond nur die Randpartien der Plejaden. Der Erdschein wird sehr gut sichtbar sein. Zusammen mit dem Sternhaufen gibt das ein eindrucksvolles Bild.

Mit einem lichtstarken Fernglas oder Teleskop lässt sich diesmal auch die Bedeckung schwächerer Sterne verfolgen, da sie wie oben erklärt nicht so stark wie bei den vorangegangenen Bedeckungen überstrahlt werden.

Um 20 Uhr steht der Mond ca. 54 Grad über dem Horizont. Somit befinden sich die Plejaden zum Zeitpunkt der Bedeckung in sehr guter Beobachtungsposition.

Fotografie

Die Fotografie dieser Begegnung des Mondes mit den Plejaden ist um ein vielfaches einfacher als bei den vorangegangenen Bedeckungen in der Zeit um Vollmond. Bei diesen konnte man kaum länger als ein bis zwei Sekunden belichten, ohne dass der überelichtete Mond die umliegenden Plejadensterne überstrahlt hätte.

Bereits mit mittleren ISO-Empfindlichkeiten und hoher Lichtstärke um 1:4 kann man mit ein bis zwei Sekunden Belichtungszeit den Erdschein und die Plejadensterne erfassen. Hierbei wird der von der Sonne beleuchtete Teil des Mondes jedoch überbelichtet.

Man erzielt bei dieser Bedeckung wesentlich bessere Ergebnisse, wenn man eine mittlere Brennweite mit längerer Belichtungszeit verwendet und die Optik der täglichen Bewegung des Himmels nachführt. Dann kann man eine geringere Empfindlichkeit verwenden, wodurch das Bild rauscharmer und schärfer wird.