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Die Plejadenbedeckung durch den Mond
am 21. Dezember 2007

Am Abend des 21. Dezember ist die letzte Bedeckung des Siebengestirns durch den Mond zu beobachten. Diese Bedeckung ist eine der ungünstigsten Vorübergänge der Serie. Das liegt daran, dass fast Vollmond herrscht, die Plejadensterne also stark überstrahlt werden, und der Mond streift nur den nördlichsten Bereich des Sternhaufens.

Das Bild zeigt den Verlauf der Bedeckung für Frankfurt am Main. Der Mond ist mit seiner Position um 21h45m (rechts) und 23h45m (links) dargestellt. Die Größe des Bildausschnitts beträgt drei Grad, die Grenzgröße ist 8 Magnituden. Der Stern Maia (20 Tauri), der von Norddeutschland aus vom Mond bedeckt wird, befindet sich exakt in der Bildmitte.

Je nach Standort kann der Pfad des Mondes durch die Plejaden geringfügig anders ausfallen.

Verlauf der Bedeckung

Grafik erstellt mit Calsky (www.calsky.de)

Zeitplan

Ab etwa 22 Uhr erkennt man eine deutliche Annäherung des Mondes an die Plejaden. Die Passage vor dem nördlichen Rand des Sternhaufens beginnt gegen 22 Uhr und dauert ca. 0:30 Uhr. Die genauen Zeitpunkte sind vom Stzandort abhängig: Je weiter man in Richtung Norden kommt, umso tiefer taucht der Mond in die Plejaden ein, und umso länger dauert folglich die Bedeckung.

Beobachtung

Die Bedeckung findet drei Tage vor Vollmond statt, so dass der Mond sehr hell am Himmel steht. Die Konsequenz daraus ist, dass die relativ lichtschwachen Plejadensterne sehr stark überstrahlt werden. Eine Beobachtung der Bedeckung mit dem bloßen Auge ist ausgeschlossen.

Für eine visuelle Beobachtung ist also mindestens ein Fernglas, besser ein Teleskop erforderlich. Durch die lichtsammelnde Wirkung dieser Geräte lassen sich die helleren Plejadensterne gut beobachten. Es empfielt sich, die Sternbedeckungen am Anfang der Bedeckung während ihres Eintritts hinter dem Mond zu beobachten. Dieser erfolgt auf der unbeleuchteten Nachtseite des Mondes, die Sterne sind hier deutlicher zu erkennen als während des Austritts am hellen Mondrand.

Fotografie

Bei der Fotografie der Plejadenbedeckung muss man Kompromisse eingehen: Bei korrekter Belichtung des Mondes sind keine Sterne zu sehen, da sie dann unterbelichtet sind. Würde man lange genug belichten, um die Plejadensterne richtig hell abzubilden, wie man es von langbelichteten Deep-Sky-Fotos her kennt, wäre der Mond so stark überstrahlt, dass keine Sterne mehr zu erkennen wären.

Bei einer Belichtungszeit von einigen Sekunden wird der Mond zwar überstrahlt, aber die Sterne sind noch erkennbar.

Plejadenbedeckung

Das Foto wurde eine Sekunde mit 200 Millimeter Brennweite auf ISO 400 bei Blende 5,6 belichtet. Man erkennt bereits die relativ starke Überstrahlung des Mondes und deutlich die hellsten Plejadensterne. Bei der Bedeckung am 21.12.2007 ist die Mondphase viel weiter fortgeschritten als auf diesem Bild. Die Überstrahlung wird folglich stärker ausfallen, zumal sich der Mond dichter an den Plejadensternen befindet.

Es empfiehlt sich deshalb eine möglichst geringe ISO-Empfindlichkeit, da diese kontrastreicher sind und sich die schwachen Sterne deshalb besser vom Himmelshintergrund abheben. Um einen optimalen Kontrast zu erreichen, empfiehlt sich die Fotografie im RAW-Format, da dieses die Sterne kontrastreicher abbildet als das komprimierte jpg-Format. Man sollte unbedingt eine Belichtungsreihe anfertigen. Übersichtsfotos der Konstellation werden idealerweise zu Beginn oder Ende der Bedeckung angefertigt, da sich der Mond dann noch weiter weg von den hellsten Plejadensternen befindet.


Datengrundlage: CalSky (www.calsky.de)