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Der Perseiden-Meteorstrom im August

Im August lässt sich einer der ergiebigsten Meteorströme beobachten: Die Perseiden. Meteorströme sind sehr interessante Beobachtungsobjekte, da man im Gegensatz zu sporadischen Meteoren, die zufällig verteilt auftreten, sehr genau vorhersagen kann, wann und wo ein Strom auftritt.

Beobachtung

Allgemein

Bei Meteorströmen scheinen alle Meteore von einem Punkt am Himmel auszugehen. Dieser Punkt ist der Radiant. Der Name kommt daher, da alle Meteore eines Stromes scheinbar radial von diesem Punkt wegströmen.

Jedoch beginnen nicht alle Leuchtspuren von Meteoren exakt im Radiant. In den allermeisten Fällen starten sie einige Grad bis 10er Grad von ihm entfernt. Erst wenn man die Spuren gedanklich rückwärts verlängert, schneiden sie sich im Radianten.

Die Position des Radianten im Jahre 2007 lautet beim Maximum: Dec. +58 Grad; RA 3h4m. Je nach Zeitpunkt des Maximums kann die exakte Position des Radianten geringfügig von dieser Angabe abweichen.

Die Abbildung zeigt das Sternbild Perseus (links) und Cassiopeia (rechts). Der Radiant der Perseiden befindet sich exakt im Zentrum des Bildes.

Der Radiant der Perseiden befindet sich in der Bildmitte.

Grafik erstellt mit Calsky (www.calsky.de).

Perseiden im August 2007

Die Perseiden (sprich „Perse-iden“) sind in der Zeit vom 17. Juli bis zum 24. August beobachtbar. Der Höhepunkt der Aktivität liegt im Zeitraum vom 10. bis 14. August. Das absolute Maximum, das nur sehr kurzzeitig ist, ist in der Nacht zum 12. August zu erwarten, geringfügige Verschiebungen von plus/minus einem Tag sind möglich. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und vier Uhr morgens. Die Meteore der Perseiden bewegen sich sehr schnell. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Sekunde.

Das Aktivitätsmaximum fällt dieses Jahr mit der Zeit um Neumond zusammen, so dass bei dunkler Umgebung die Beobachtung nicht durch Mondlicht gestört wird.

Gegen Morgen sieht man die meisten Meteore, da wir dann in Flugrichtung der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne schauen. Der Effekt ist mit einem Auto im Schneesturm vergleichbar: Beim Blick durch die Windschutzscheibe wird das Auto von wesentlich mehr Schneeflocken getroffen als die Heckscheibe.

Das eigentliche Maximum ist nur sehr kurzzeitig. Würde man die Anzahl der gesichteten Meteore pro Zeiteinheit als Funktion der Zeit auftragen, wäre das Maximum eine ausgeprägte, scharfe Spitze.

Der Perseidenstrom ist auch für Einsteiger in die Himmelsbeobachtung und Laienbeobachter interessant, da er zahlreiche und sehr helle Meteore produziert. Es treten sogar häufig Objekte von 0 mag und heller und sog. Boliden (Feuerkugeln) auf.

Fotografie

Die Fotografie eines Meteorstromes ist denkbar einfach. Man benötigt lediglich eine Spiegelreflexkamera mit Weitwinkelobjektiv, das mit einem stabilen Stativ auf die Region des Radianten gerichtet wird. Als Empfindlichkeit empfehlen sich 200 bis 400 ISO.

Die Belichtungszeiten sollten mindestens einige Minuten betragen, um genügend Meteore auf das Bild zu bekommen. Je nach Aktivität kann die Belichtungszeit abhängig von der Himmelsaufhellung so lange verlängert werden, wie sich das Hintergrundrauschen des Sensors nicht bemerkbar macht.

Idealerweise legt man die Beobachtungszeit zur Fotografie in die Zeit um das vorhergesagte Maximum.

Eine ausführliche Anleitung zur Fotografie von Meteoren und Meteorströmen finden Sie hier:

Fotografie von Meteoren

Hintergrund

Die Perseiden haben ihren Ursprung im Kometen Swift-Tuttle. Dieser Komet befindet sich in Auflösung und hat sein Material auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verteilt. Beim Perseidenstrom kommt die Erde der Bahn des Kometen sehr nahe und sammelt dann die vom Komet verteilten Partikel ein.

Aus diesem Grund sind helle Meteorströme stets sehr kurzzeitige Ereignisse.

Die Grafik zu diesem Artikel wurde mit Calsky (www.calsky.de) erstellt: