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Die totale Mondfinsternis
am 21. Februar 2008

Am frühen Morgen des 21. Februar 2008 findet eine totale Mondfinsternis statt, die in ihrer vollen Länge von Mitteleuropa aus beobachtbar ist. Es ist die einzige totale Mondfinsternis in diesem Jahr.

Verlauf und Zeitplan

Die Grafik zeigt den Verlauf der Mondfinsternis:

Verlauf der Mondfinsternis

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Ereignis: Zeit in MEZ: Horizonthöhe:
Eintritt des Mondes in den Halbschatten 1h35m 48,3°
Eintritt des Mondes in den Kernschatten 2h43m 42°
Beginn der Totalität 4h01m 31,7°
Mitte der Finsternis 4h26m 27,9°
Ende der Totalität 4h52m 24,1°
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten 6h09m 11,9°
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten 7h17m 1,4°

Allgemeines zur Beobachtung

Der Ein- und Austritt aus dem Halbschatten sind generell unbeobachtbar. Etwa 20 Minuten vor Beginn und bis etwa 20 Minuten nach der Kernschattenphase erkennt man bei genauem Hinsehen eine leichte Abdunkelung des Mondes in Richtung Kernschatten. Lediglich an der unmittelbaren Grenze zum Kernschatten ist die Abdunkelung des Mondes durch den Halbschatten der Erde deutlich zu erkennen.

Die Größe der Finsternis beträgt 1,11. Das heisst, zur Mitte der Finsternis dringt der Mond um das 1,11-fache seines Durchmessers in den Kernschatten der Erde ein. Der Mond bleibt also relativ dicht am Rand des Erdschattens. Er wird während der Totalität folglich mit hoher Wahrscheinlichkeit relativ hell erscheinen. Die Helligkeit des Mondes während der Totalität hängt jedoch stark vom Zustand der Erdatmosphäre ab, so dass eine verlässliche Vorhersage der Helligkeit der Totalität nicht möglich ist.

Am Rand des Kernschattens erscheint der verfinsterte Mond gelblich. Zur Mitte des Kernschattens hin leuchtet der Mond dunkelrot. Der Mond wird während der Totalität von Licht beleuchtet, das durch die Erdatmosphäre in den Kernschatten des Mondes gestreut wird.

Am 21. Februar setzt die Morgendämmerung ab 6h16m ein. Der Sonnenaufgang erfolgt um 7h26m. Die Zeiten gelten für Frankfurt am Main. In anderen deutschsprachigen Städten sind Abweichungen von plus/minus 30 Minuten möglich.

Fotografie

Die Mondfinsternis lässt sich relativ einfach fotografieren.

Da sich der Mond während der Totalität sehr nahe am Kernschattenrand aufhält, ist der Helligkeitsabfall des Mondes in Richtung Kernschattenzentrum vermutlich groß. Speziell zu Beginn und Ende der Totalität ist dann der innere Teil des Mondes oft unter- oder der äussere Bereich des Mondes leicht überbelichtet. Idealerweise legt man deshalb Aufnahmen der Totalität in die Zeit um die Finsternismitte.

Der Mond wandert gegen Ende der Totalität in Bereiche, in denen horizontnahe Dunstschichten je nach Ausprägung bereits einen negativen Einfluss auf die Bildqualität in Form von Helligkeits- und Schärfeverlusten sowie Seeingunschärfen und verstärktes Hintergrundrauschen haben können. Aufnahmen der Totalität sollten aus diesem Grund spätestens in der Zeit um die Finsternismitte angefertigt werden.

Mit Teleojektiven mit Lichtstärken von 1:5,6 oder höher beträgt die Belichtungszeit mit ISO-Empfindlichkeiten von 400 bis 800 maximal ein paar Sekunden. Zu Beginn der Totalität kommt man mit diesen Aufnahmeparametern erfahrungsgemäß mit gut einer Sekunde Belichtungszeit aus. Es empfiehlt sich die Anfertigung einer Belichtungsreihe aus verschiedenen Belichtungszeiten.

In Anetracht der relativ geringen Höhe des Mondes über dem Horizont zum Ende der Totalität und während des Austritts aus dem Kernschatten bietet es sich an, mit Normal- oder leichten Teleojektiven einen fotogenen Vordergrung in das Bild einzubeziehen.

Hier geht es zu einer ausführlichen Anleitung zur Fotografie von Mondfinsternissen.

Beispielfotos von Mondfinsternissen finden Sie in der Fotogalerie.


Quellenangaben: Kosmos Himmelsjahr 2008 (Zeiten) und CalSky (Grafik des Verlaufs, Horizonthöhen und Sonnenlauf): www.calsky.de