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Die partielle Mondfinsternis
am 7. September 2006

In den frühen Abendstunden des 7. September 2006 findet eine partielle Mondfinsternis statt. Im deutschsprachigen Raum fällt die Finsternis mit der Zeit um Sonnenuntergang zusammen. Sie ist noch vor völliger Dunkelheit zu Ende.

Die Finsternis nimmt folgenden zeitlichen Verlauf:

Eintritt des Mondes in den Halbschatten: 18:42 Uhr MESZ

Eintritt des Mondes in den Kernschatten: 20:05 Uhr MESZ

Finsternismitte: 20:51 Uhr MESZ

Austritt des Mondes aus dem Kernschatten: 21:38 Uhr MESZ

Austritt des Mondes aus dem Halbschatten: 23:00 Uhr MESZ

Für 50 Grad Nord und 10 Grad Ost gilt: Mondaufgang: 19:53 Uhr MESZ; Sonnenuntergang: 19:52 Uhr MESZ

Diese Zeiten können je nach Standort innerhalb des deutschsprachigen Raumes um etwa plus/minus 20 Minuten schwanken. Es ist ausserdem eine absolut freie Horizontsicht erforderlich.

Der Mond dringt mit dem 0,189-fachen seines Durchmessers in den Kernschatten ein. Es wird der nordöstliche Teil des Mondes (bezogen auf die geographischen Koordinaten der Mondoberfläche) verfinstert, die Verfinsterung erfolgt also von der Erde aus gesehen rechts oben.

Fotografie der Mondfinsternis

Ein- und Austritt aus dem Halbschatten sind prinzipiell unbeobachtbar. Bei entsprechender Belichtungszeit kann der Halbschatten während der partiellen Phase in der frühen Dämmerung als orangefarbener Saum um den Kernschatten fotografiert werden. Nach der Kernschattenphase lässt sich der Halbschatten in Form einer rauchigen Abdunkelung des Vollmondes in Richtung Kernschatten nachweisen.

Aufgrund der Horizontnähe befindet sich der Mond während der Zeit um die maximale Verfinsterung in den horizontnahen Dunstschichten. Eine hochaufgelöste Fotografie des Mondes ist also unmöglich.

Es bietet sich daher an, Stimmungsfotos mit dem Horizont mit mittleren bis langbrennweitigen Teleobjektiven anzufertigen. Um den geringen Verfinsterungsgrad deutlich erkennbar zu machen, sollten wenigstens 100, besser 200 Millimeter Brennweite verwendet werden.

Je nach Kameramodell kann es sich mit digitalen Sucherkameras ("Digicams") lohnen, Aufnahmen der Mondfinsternis anzufertigen. Hierfür sollte man die größtmögliche Brennweite wählen und den Mond zentrieren. Hierbei sollte die ISO-Zahl möglichst gering (ISO 100, maximal 200) gewählt werden, um das Rauschen so gering wie möglich zu halten.

Aufgrund der nicht vorhersagbaren Dichte der horizontnahen Dunstschichten kann man kaum Empfehlungen für eine korrekte Belichtungszeit geben. Erfahrungsgemäß erzielt man mit der Vollautomatik, wenn der aufgehende Vollmond knapp über dem Horizont steht, gut belichtete Fotos, auf denen man sogar die Mondformationen erkennt. Dieser Effekt dürfte sich durch die Abdunkelung durch den Halbschatten noch verstärken.

Wer sicher gehen möchte, kann sich den mittels Vollautomatik ermittelten Wert für die Belichtungszeit merken, bei gleicher Blende und ISO-Zahl auf manuelle Belichtungszeit umschalten und eine Belichtungsreihe anfertigen, die den automatisch ermittelten Wert um plus/minus eine Blendenstufe einkreist.

Siehe auch: Anleitung zur Fotografie von Mondfinsternissen