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Himmelsvorschau:
Der Sternenhimmel Juli 2009

Inhalt
1. Einleitung 6. Venus 11. Neptun
2. Sonnenlauf 7. Mars 12. Sternenhimmel
3. Mond 8. Jupiter 13. Plejadenbedeckung
4. Planeten 9. Saturn
5. Merkur 10. Uranus

Alle Zeiten sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben. Die Auf-, Untergangs- und Kulminationszeiten können je nach Standort in Mitteleuropa um plus/minus 30 Minuten von den angegebenen Zeiten abweichen.

Alle Daten wurden für Frankfurt am Main errechnet. Die Berechnungen der Mondphasen und Grafiken erfolgten mit CalSky (www.calsky.de). Alle anderen Daten sind dem Kosmos Himmelsjahr 2009 entnommen.

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Sonnenlauf

Im Juli durchwandert die Sonne die Sternbilder Zwillinge und Krebs.

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Der Mond

Phase Datum Uhrzeit
Vollmond 7.7. 11h21m
Letztes Viertel 15.7. 11h53m
Neumond 22.7. 4h34m
Erstes Viertel 28.7. 23h59m

Der Mond erreicht seine nördlichsten Deklinationen des Monats zwischen dem letzten Viertel und Neumond. Die beste Zeit für detaillierte Beobachtungen der Mondoberfläche ist in den Tagen um das letzte Viertel. In Horizontnähe beeinträchtigen Dunst und Luftturbulenzen (Seeing) die Mondbeobachtung erheblich.

Der Erdschein ist zwar von der Deklination her in einer günstigen Beobachtungsposition. Jedoch beschreibt er einen ähnlichen Tagbogen wie die Sonne, so dass der Erdschein im Juli nur schlecht zu beobachten ist.

Am frühen Morgen des 18. Juli bedeckt der Mond die Plejaden. Hierfür gibt es innerhalb dieser Himmelsvorschau eine eigene Rubrik: Die Plejadenbedeckung am 18. Juli 2009.

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Planeten

Merkur

Merkur ist im Juli unbeobachtbar.

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Venus

Venus ist am Morgenhimmel beobachtbar. Ihre Helligkeit nimmt geringfügig ab. Im Teleskop wird Venus zusehens kleiner und rundlicher.

Am 19.7. kommt es zu einer Konstellation von Mond, Venus und Mars. Eine Grafik dieser Begegnung gibt es bei der Beschreibung des Mars.

Die Venusaufgänge verlagern sich von 2h51m am Monatsersten auf 2h42m am Monatsletzten.

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Mars

Mars ist am Morgenhimmel beobachtbar. Er durchquert das "Goldene Tor der Ekliptik", bestehend aus den beiden offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden im Stier. Die Beobachtung des Mars im Teleskop lohnt sich noch nicht.

Am 19.7. tritt eine Begegnung aus Mars, Venus und dem Mond ein. Zusammen mit dem Goldenen Tor der Ekliptik ergibt sich eine sehenswerte Konstellation.

Die folgende Grafik zeigt diese Konstellation am 19.7. um 4:00 Uhr. Das Gesichtsfeld beträgt 30 Grad und die Grenzgröße 6,5 mag.

Begenung von Mond, Venus und Mars

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Am 1. Juli geht Mars um 2h30m auf. Am 31.7. erfolgt der Aufgang bereits um 1h32m.

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Jupiter

Jupiters Helligkeit nimmt weiterhin zu. Zum Monatsende ist er die ganze Nacht beobachtbar. Er steht weiterhin in der Nähe des Neptun.

Die Jupiteraufgänge verfrühen sich von 23h39m am 1. Juli auf 21h36m am 31. Juli.

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Saturn

Saturn wird zum Monatsende hin unbeobachtbar.

Die Saturnuntergänge verfrühen sich von 0h32m am 1. Juli auf 22h38m am 31. Juli.

Aufgrund der Nähe zur Kantenstellung sind die Saturnmonde und ggf. ihre Schatten auf dem Planeten, Verfinsterungen etc. überdurchschnittlich gut zu beobachten. Die Saturnmonde wirken ähnlich wie bei Jupiter auf einer Perlenkette aufgereiht, sind jedoch bedeutend lichtschwächer.

Die Saturnringe sind derzeit nur noch als schmaler Strich beidseitig der Saturnkugel wahrnehmbar. Im September wird die exakte Kantetstellung erreicht. Man erkennt daher deutlich die Applattung des Saturn.

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Uranus

Uranus verbessert seine Sichtbarkeitsbedingungen merklich. Etwa eine Stunde nach seinem Aufgang kann er mit einem lichtstarken Fernglas gefunden werden.

Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte für Uranus. Sie zeigt den Planet von links nach rechts am 1.7., 15.7. und 29.7. jeweils um 23 Uhr. Das Gesichtsfeld beträgt 10 Grad und die Grenzgröße acht Magnituden. Der Stern am Ende der roten Linie ist Lambda im Sternbild Fische (4,5 mag).

Aufsuchkarte für Uranus

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Am Monatsersten geht Uranus um 0h35m auf. Am Monatsletzten erfolgt sein Aufgang bereits um 22h36m.

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Neptun

Neptun baut seine Morgensichtbarkeit stark aus. Ende des Monats ist er fast die ganze Nacht beobachtbar.

Am 13.7. wandert Jupiter noch einmal in etwa einem Vollmonddurchmesser Distanz an Neptun vorbei.

Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte für Neptun (blau) mit Jupiter für den Zeitraum vom 1.7. bis 29.7.2009 (jeweils von links nach rechts um 23 Uhr). Das Intervall der Planetenpositionen beträgt sieben Tage. Die Grenzgröße beträgt 9,5 mag und das Gesichtsfeld fünf Grad.

Begegnung von Jupiter und Neptun

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Am 1.7. geht Neptun um 23h35m auf. Am 31.6. erfolgt der Aufgang bereits um 21h36m. Die Kulminationszeiten verschieben sich von 4h37m am 1. Juli auf 2h37m am 31. Juli.

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Sternenhimmel

Im Juli zeigen sich die Sommersternbilder in voller Pracht. Das Sommerdreieck mit den eindrucksvollen und an Deep-Sky-Objekten reichen Sternbildern Schwan, Leier und Adler steht zusammen mit Herkules in Zenitnähe. Der Skorpion und der Schütze erreichen ihre größte Höhe über dem Horizont.

In der zweiten Nachthälfte, insbesondere zum Monatsende, erreichen die Herbststernbilder um Andromeda und Cassiopeia für eine erfolgreiche Beobachtung günstige Höhen über dem Horizont. Die Frühlingssternbilder verabschieden sich von der Himmelsbühne.

Die Sternkarte zeigt den Sternenhimmel am 15.7.2009 um 23 Uhr, Blickrichtung Zenit. Süden ist unten.

Juli 2009

Karte erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

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Plejadenbedeckung am 18.7.2009

Am frühen Morgen des 18. Juli findet die letzte Plejadenbedeckung durch den Mond bis 2024 statt. Der Mond wandert durch die zentralen Bereiche der Plejaden. Aufgrund der relativ schmalen Sichel werden die Plejadensterne nicht so stark überstrahlt wie bei den vorangegangenen Bedeckungen.

Zu Beginn der Bedeckung gegen drei Uhr steht der Mond abhängig vom Standort zwischen ca. 13 Grad und ca. 18 Grad über dem Horizont.

Um die Bedeckung zu verfolgen, empfiehlt sich ein lichtstarkes Fernglas oder ein Teleskop mit schwacher Vergrößerung. Die Bedeckung einzelner Sterne lässt sich damit gut verfolgen.

Die Grafik zeigt den Beginn der Bedeckung um drei Uhr für Frankfurt am Main. Das Gesichtsfeld beträgt zwei Grad und die Grenzgröße acht Magnituden. Von anderen Standorten aus bietet sich ein vergleichbarar Anblick.

Plejadenbedeckung

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Relativ bald nach Beginn des Ereignisses setzt die Morgendämmerung ein. Somit wird es schwierig, die Austritte der Plejadensterne hinter dem unbeleuchteten Mondrand zu verfolgen.

Die Fotografie der Plejadenbedeckung sollte zu Beginn des Ereignisses erfolgen. Es empfiehlt sich eine Belichtungszeit von ein bis drei Sekunden bei einer Lichtstärke von 1:5,6 bei einer Empfindlichkeit von ISO 400.


Datengrundlagen: Kosmos Himmelsjahr 2009, Kosmos Verlag; CalSky (www.calsky.de)

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